Brandenburgische Schachzeitung - Oktober 1925 - Heft 10

  • Titelseite

    No. 10 Oktober 1925
    2. Jahrgang

    HA N GISC E
    T
    Organ des Brandenburgischen Schachverbandes
    Im Auftrage des Verbands-Vorstandes herausgegeben von OTTO ZANDER , Charlottenburg, unter Mitwirkung von Wegemund, Dr. Lewitt, Brennert, Richter„ Hartmann, Westphal u. a.

    Verlag von BERNHARD KAGAN, Berlin W8, Behrenstr. 24

  • 1. Umschlagseite

    Kagans Neueste Schachnachrichten Der 5. Jahrgang 1925
    liegt komplett vor und kostet brosch. 7,—, gebunden 8,50 -M (gebun-dene Jahrgänge sind vom 10. 11. ab lieferbar. Leinewanddecken mit Aufdruck sind mit 1,—. M inkl. Porte lieferbar. (Der im vorliegenden Heft S. 2 angegebene Preis von 1,50 M hat sich als zu hoch erwiesen. Ich bitte mir daher nur 1,-- M einzusenden. Die Einbanddecken können schon am 10. November geliefert werden.
    6. Jahrgang 1926
    Der Jahrgang erscheint in 7 Lieferungen, und zwar 4 Hefte, 2 Sonder-hefte und 1 Jubiläumsheft Umfang ca. 30 Bogen, 480 Seiten. Die Mitwirkung von Dr. E. Lasker und anderer Großmeister ist gesichert. Preis des Jahrganges 7,— M, falls der Bezugspreis bis 15:November abgesandt wird. Vom 15. November ab beträgt der Preis 9,— Mark. Heft 1 des V. Jahrganges erscheint am 31. Dezember 1925. Am 20. November versende ich das erste Extrablatt über Moskau an alle Abonnenten des neuen Jahrganges, welche den Bezugspreis für 1926 eingesandt haben. Die theoretische Bedeutung des Moskauer Turniers wird von Dr. Tartakower bearbeitet werden. Jahrgang 1924 kostet inklusive der 10 Sonderhefte br. 8 M, geb. 10 M. Wer die Sonderhefte bereits besitzt, zahlt demnach für den Jahrgang 1924 broschiert 4 M, gebunden 5 M. Die 10 Sonderhefte kosten broschiert 4 M,k gebunden 5 M.
    Die Jahrgänge 1921, 22, 23 sind broschiert und gebunden lieferbar. Preis br. 5 M, geb. 6 M pro Jahrgang.
    Kongressbuch Marienbad mit Anmerkungen von 1. Gunsberg und schöner Ausstattung ist bereits erschienen. Preis broschiert 6,—, gebunden 7,— Mark.
    liongreübuch Breslau 1925. Das Manuskript wurde mir am 10. Oktober zugesandt. Das Buch erscheint am 10. Dezember im Umfang von 12 Druckbogen mit An-merkungen. Bis zum Erscheinen des Buches gilt der Subskriptions-preis brosch. 5,—, gebunden 6,— M.
    Mein System
    von A. Nimzowitsch. Die 2. Lieferung im Umfange von 5-6 Bogen erscheint anfangs Ja-nuar. Die weiteren drei Lieferungen in schneller Reihenfolge.

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    Oratitletärgische Schduuhlig
    Herausgegeben vom Brandenburgischen Schachverband
    2. Jahrgang
    Oktober 1925
    No. 10
    Dr. Emanuel Lasker. (Fortsetzung.) Von 0. Zander. Das Frühjahr 1904 brachte das Turnier in Cambridge Springs, zu dem je 8 Meister aus Amerika und Europa zugelassen wurden. Jene waren Barry, Delmar, Fox, Hodges, Marshall, Napier, Pills-bury und Showalter, diese Janowsky, Lasker, Lawrence, Marco, Mieses, Schlechter, Teichmann und Tschigorin. Unter den 120 Par-tien des Turniers waren also 64, in denen ein Europäer gegen einen Amerikaner zu kämpfen hatte. Von diesen 64 Partien ge-wannen die Europäer 37 und erreichten damit einen erheblichen Vorsprung vor den einheimischen Meistern. Noch deutlicher trat die Ueberlegenheit hervor, wenn man beachtet, daß auch Lawrence, der am schlechtesten von den Europäern abschnitt, von seinen 8 Partien gegen die Amerikaner 31/2 gewann, alle übrigen erzielten 4 Punkte oder mehr. Dafür hatte Amerika die Genugtuung, in F. J. Marshall den ersten Sieger des Turniers zu stellen. Dieser siegte in so glänzendem Stil (11 Gewinne, 4 Remise), wie man es von . . . Lasker erwartet hätte. Der Weltmeister geriet in .den ersten Runden ein wenig ins Hintertreffen und konnte das nicht wieder gut machen. Das Turnier war ein Wettrennen zwischen Marshall und Janowsky, der gleichfalls hervorragend spielte, aber gegen Marshall unterlag. Schließlich gelang es auch Lasker, ihn einzuholen, da Janowski in seiner Partie gegen Lasker die schon erreichte Gewinnstellung verdarb und verlor. Außer ihm schlug Lasker Tschigorin, Mieses, Fox, Teichmann, Lawrence, Napier, Hod-ges und Delmar, er machte remis mit Marshall, Marco, Showalter und Barry und verlor gegen Schlechter und Pillsbury. Pillsburys Sieg war die zweite Freude, die die amerikanischen Schachfreunde an diesem Turnier erlebten, und zugleich die letzte Großtat des schwerkranken Meisters. Fünf Jahre lang blieb Lasker den internationalen Turnieren fern. Auch der für den Herbst 1904 geplante Wettkampf mit Tar.

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    rasch kam nicht zustande. Das Interesse der Schachwelt wandte sich anderen Meistern zu, vor allem dem genialen Marshall, der 1905 in Barmen einen halben Punkt hinter Janowski und Maroczy als Dritter durchs Ziel ging und 1906 in Nürnberg ohne Verlustpartie mit 11/2 Punkten vor Duras den ersten Preis gewann. Allerdings hatte er auch empfindliche Niederlagen hinnehmen müs-sen, die schwerste im Wettkampfe gegen Dr. Tarrasch. jedenfalls aber hatte Marshall bewiesen, daß ihm bei großer Form das Höchste erreichbar war, und es war durchaus nicht so absurd, wie ein großer Teil der Schachpresse meinte, daß er Anfang 1907 mit Lasker zum Kampfe um die Weltmeisterschaft antrat. Hätte man Marshall als Weltmeister anerkannt, wenn er gesiegt hätte? Gewiß nicht, er hätte die Berechtigung seines Anspruches in weiteren Kämpfen beweisen müssen, genau so wie Lasker nach 1894. Nun, Lasker ersparte ihm diese Mühe, indem er ihn mit 8 : 0 bei 7 Re-misen besiegte und damit Tarraschs glänzendes Ergebnis (+ 8 —1 8) noch übertraf. Marshall war nicht der geeignete Mann für den Schachthron, sein erster Sieg über Lasker in Paris 1900 ist sein einziger geblieben Im Wettkampfe verlor Marshall die drei ersten und die vier letzten Partien; in der Mitte des Kampfes leistete er hartnäckigen Widerstand, da seine 7 Remisen nur durch einen Verlust unterbrochen wurden. Die meisten seiner Siege ver-dankt Lasker seiner überlegenen Endspielführung, doch spielte ei-auch im Kombinationsstil seines Gegners, wie die folgende 3. Wett-kampfpartie zeigt. New York, 31. Juni 1907. Marshall Lasker 1. d2—d4 d7—d5
    2. c2—c4 3. Sb1—c3 4. Ld. —g5 5. e2—e3
    e7—e6 Sg8—f6 Lf8—e7 Sf6—e4
    Ein ungewöhnlicher Zug. Schwarz will sich die Vertei-digung 'durch frühzeitigen Ab-tausch erleichtnrn. 6. Lg5 x e7 Dd8 e7 7. Lfl—d3 Se4 x c3 8. b2 x c3 Sb8—d7 9. Sgl—f3 0-0 10. 0-0 Tf8—d8 11. Ddl—c2 Sd7—f8
    Die jetzt erstandene Stellung zeigt die Folgen der Eröffnungs-behandlung deutlich. Weiß ist gut entwickelt und steht zum Angriff bereit, den Schwarz in fester Stellung erwartet. 12. Sf—e5 • . • Dies ist, wie Janowski zu der Partie bemerkt, nicht das Beste. Da die übrigen Figuren gut stehen, mußte Weiß die Türme ins Spiel bringen und die Bauern-masse in der Mitte ausnutzen. 12. Tfe nebst e4 war geboten. Der Textzug sollte den Gegner wohl zu der Schwächung f6 ver-leiten. Lasker ist aber nicht nervös,

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    12  c7 c5 26. Kgl-h2 Sf6-h7 sondern nimmt sofort den Kampf 27. Df3 -h5 Sh7-f6 um die Mitte auf. 28. Dh5-f5 • • 13. Tal - bl Dez c7 Von hier aus soll die Dame 14. Dc2-b3 b7-b6 durch Bedrohung des Tc8 die 15. c4xd5 e6Xd5 Absicht des Gegners durch-16. Db3-a4 Lc8-b7 kreuzen. 17. Da4 - dl • • • 0 28  c5 x d 4
    Durch seine seltsamen Damen-züge hat Weiß seinen Entwick-lungsvorsprung verloren. Schw. gibt also seine reservierte Hal-tung auf. 17.. .. • Td8-d6 18. Ddl-g4 Ta8-e8 19. Dg4-g2 Td6 -e6 20. Ld3-f5 Te6 e7 21. f2-f4 • • • Soll die Aufmerksamkeit" des Gegners auf die Schwäche e3 lenken. 21. . . . . . Lb7- c8 I Und das gelingt dem Weißen auch, aber anders, als er es sich gedacht hatte! Auf 21. . . f6 22. Sg4 hat Weiß durch die Drohung Sf6:t Zeit, den Be3 zu decken. Nach dem Textzuge kann Weiß aber den Lf5 dem Abtausche nicht entziehen (22. Ld3? f6! 23. Sg4 Lg4:). 22. Lf5Xc8 Te8 x c8 Mit dem Falle des Läufers sind die Angriffsaussichten des Weißen vernichtet, er hat also kein Aequivalent mehr für seine schlechtere Bauernstellung. 23. Dg3-f3 Dc7-d6 24. Tfl-cl Te7-c7 25. h2-h3 h7 h6 Schwarz will seinen Springer über h7 und f6 nach e4 bringen.
    Befreit die Türme und macht c3 zur unheilbaren Schwäche: 29. e3 x d4
    Stellung nach dem 29. Zuge von Weiß.

    29. . . . . Sf6 e4 ? Wie hätte sich Marshall über 29. . . Tc3:? gefreut! (30. Dc8:f Tc8: 31. Tc8:t Kh7 32. Th8t! Kh8: 33. Sf7:f). Aber auch der Textzug ist ein „Schwindel", es mag den Weltmeister gelüstet haben, den Gegner in dessen Stil zu schlagen. Besser aber und „Laskerscher" wäre 29. . . g61 Hierauf wäre der Versuch, den Springer für 3 Bauern zu geben, sofort tödlich: 30. Sg6: fg: 31. Dg6:f Tg7 32. Dh6:?? Sg4-. Weiß hätte also 30. Dd3 spielen müssen, worauf 30. . . Se4 bald entschieden hätte, z. B. 30. c4 f6 31. Sg6: Kf7! 32. Sh4 Df4f 33. g3 Df2f 34. Sg2 Tc4:. 30. Se5x f7 Tc7Xf71

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    31. Df5 X c8t Tf7-f8 32. Dc8 b7 • • • •
    Nun erkennt Weiß, daß seine Dame vom bedrohten König ab-geschnitten ist. Wenn es also auch ein „Schwindel" war, so wird man zugeben müssen, daß er geistreich ersonnen und wür-dig eines ... Marshall war! (Auf 32. Dg4 hätte Tf4: gewonnen.) Dd6Xf4f De3-g3t Se4- d2 Kg8-h8 Sd2-f3
    32. . . . 34. Kgl-h2 35. Kh2-g1 36. Db7 X d5t 37. Kg1-hl
    38. g2 x f3 Dg3Xh3f 39. Khl-gl Dh3-g3t 40. Kg1-hl Tf8-f4 41. Dd5-de Kh8-h7 42. Tcl- fl? Unaufmerksam gespielt! Richtig war 42. Tc21 Th4t 43. Dh4; Dh4:f 441 Th2 und Schwarz kann. nicht gewinnen. So schön also die mit dem 29. Zuge beginnende Kombination aussieht - sie gibt den Gewinn aus der Hand. 42.   Tf4-f5 Aufgegeben.
    LCD  
    (Forts, folgt.)
    Aus dem Turnier um die Klubmeisterschaft der Berliner Schachgesellschaft. Der Kampf in der Siegergruppe gestaltete sich zu einer scharfen Konkurrenz zwischen Dr. Dührssen und Zander, der schließlich mit einem halben Punkt Vorsprung durchs Ziel ging. Schlußstand: 1. Zander 4 '/2 (1/2 gegen Dr. D.), 2. Dr. Dührssen 4 (1/2 gegen Grammatikoff), 3. Steneberg 21/2 (112 gegen Gramma-tikoff), 4. Grammatikoff 2 (0 gegen v. Hennig), 5. und 6. v. Hennig (0 gegen Westphal) und Westphal je 1 Zähler.
    5. 9. 25.
    Zander 1. d2-d4 2. e2 e4 3. Sbl-c3 4. Lc1-g5 5. Sc3Xe4 6. Sg1-f3 7. Se4-g3
    Westphal e7 e6 d7-d5 Sg8-f6 d5 e4 Sb8-d7 Lf8- e7 . • • •
    Ein ungewöhnlicher Zug statt des theoretischen 7. Sf6:t. 7. . . . . h7 h6 Eine unnötige Schwächung. Besser 7. . . 0-0.
    8. Lg5-d2 0-0 9. Lfl-d3 c7- c5 Die eine Folge des weißen Tempoverlustes im 7. Zuge ist, daß Schwarz schneller zur Rochade gelangte als der Geg-ner und schon das weiße Zen-trum angreifen kann. Die an-dere Folge ist, daß die leichten Figuren von Weiß wirksamer stehen als die schwarzen. 10. c2-c3 c5xd4 11. c3xd4 • • • • Nun hat Schwarz in der

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    Schwäche des gewicht für Entwicklung. 11. • • . . b7-b6 12. 0-0 Lc8-b7 13. Ddl-e2 Ta8-c8 14. Tal -cl Tc8 x cl Schwarz steht beengt und hat ein unbequemes Spiel. Mit dem Textzuge plant er eine Angriffs-stellung wie sie aus Raischen Partien bekannt ist. 15. Tfl xcl Dd8- Sieht auf den ersten Blick be-stechend aus wegen des Druckes auf f3. Aber die Dame kann sich auf die Dauer nicht zum Läufer entwerten lassen. 16. Sf3-h4 Tf8-- d8 Näher liegt Tc8 17. Tc8: Dc8: um die Dame wieder ins Spiel zu bringen. Aber nach 18. f41 hätte Schwarz kein leichtes Spiel. Der Textzug nimmt sofort die Schwäche d4 aufs Korn, beachtet aber die Ueberlegenheit der w. Figurenstellung zu wenig. 17. f2-f4 • • . • Weiß muß schnell handeln, -sonst behält der Gegner mit dem Druck auf d4 recht. 17. . .. . Sd7-b8?? LSchreckliche Verblendung! Schwarz sieht auf dem Brette nur den Bd4, der ihn ins Ver-derben lockt. Er sollte mit Sd5, Lf8, Sd7, f6 eine Verteidigungs-stellung einnehmen. (siehe Diagramm) 18. f4 f5 . • • . Natürlich! Die drei schwarzen Figuren auf der a- und b-Linie
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    Bd4 ein Gegen-seine schlechtere
    haben den Kampfwert zweier schlechtstehenden Läufer. Weiß hat also an der Kampfstelle etwa die Dame mehr.
    Stellung nach dem 17. Zuge von Schwarz.

    18. . .
    Td8 x d4
    Nun war es gleichgiltig, was Schwarz noch zieht; er war in jedem Falle verloren. 19. f5Xe6 Td4 x h4 20. Sg3-f5 Th4-g4 21. e6 x f7t Kg8-h8 Oder Kf7: 22. De7:t mit leich-tem Gewinn. 22. Sf5Xe7 Sb8-d7 23. Se7-g6t Kh8-h7 Auch Tg6: 24. Lg6: ist aus-sichtslos.
    24. Sg6-e5t 25. See5 x g4
    Lb7 e4 Aufgegeben. O. Z.
    10. 9. 25. v. Hennig 1. e2-e4 2. d2-d4 3. Sbl-c3 4. Lcl-g5 5. e4 e5
    Zander e7-e6 d7-d5 Sg8-f6 Lf8 e7 Sf6-e4 Gewöhnlich geschieht hier Sd7. 6. Sc3 x e4 Die einfachste Entgegnung. Zu

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    großen Verwicklungen führt 6. Le7: Sc3: 7. Dg4. 6.. .. . Le7Xc5 7. Se4xg5 Dd8Xg5 Das weiße Spiel ist nun leichter zu entwickeln als das schwarze.
    durchdacht. Es sollte sofort f6 geschehen. 18. Thl-cl! b7 b6 Um den Tel von c5 fern zu halten und Sa5 zu ermöglichen. 19. Tc1-c3! • • • •
    8. g2-g3 • • • • Drnht a4 nebst Dc2. Schwarz Mit 8. Sf3 würde sich Weiß ist daher gezwungen, die Be-den f-Bauern verstellen. Immer- drohung von h7 aufzuheben, aber hin kam auch dieser Zug in in ungünstigerer Stellung als vor Frage, weil g3 ein Entwicklungs- 2 Zügen, wo der Tc3 noch fried-tempo kostet. lich auf hl stand,
    8. . . . . 9. f2-f4 10. Ddl-d2 • • Db4t drohte. 10. . . . . c7 - c5 11. c2-c3 Sb8 c6 Ungenau gespielt. Besser cd 12. cd Sc6. Auf 12. Dd4 ge-schähe Sc6 mit Tempo. 12. Sgl-f3 c5Xd4 13. c3xd4 • • Nun ist doch die in der vorigen Anmerkung genannte Stellung entstanden. Stark in Betracht kam aber 13. Sd4: ! Sd4: 14. Dd4: Die weiße Dame steht auf d4 sehr gut. Im Endspiel könnte dieses Feld vom weißen König besetzt werden. Außerdem be-hindert der Bc3 das Gegenspiel des Schwarzen auf dem Damen-flügel. 13  Lc8 -d7 14. 1..fl-d3 Sc6-b4 Schwarz benutzt die Gelegen-heit, seinen Läufer günstig zu stellen.
    0-0 Dg5-e7
    15. Ld3-b1 16. a2-a3 17. Ke1-f2
    Ld7-b5 Sb4-c6 Ta8c8 Dieser Zug ist nicht genügend
    19. . . . . 20. e5Xf6 Nun ist h7 gedeckt, eine böse Schwäche. 21. Lbl-d3! Macht die schwarzen schnellstens mobil. 21  22. Dd2Xd3
    f7-f5 g7 x f 6 aber e6
    . • • • Figuren
    115Xd3 Sc6-a5 Dieser Springer soll über c4 und d6 nach e4 geführt werden. Die Textfortsetzung dürfte die einzige ausreichende Verteidigung für Schwarz sein. 23. Tal-el Sa5-c4 24. Dd3-e2 Sc4-d6 Nun wäre 25. De6:t ein Feh-ler wegen De6: 26. Te6: See. Geschähe aber 25. Tc8:, so rettet sich Schwarz mit 25. . . . Se4t-Tc8x c3 Tf8-e8 • • • •
    25. Sf3- d2 26. b2 x c3 27. c3 c4 Ein Gewinnversuch. 27. . . .
    Sd6 x c4
    Hier konnte Schwarz mit 27. . . dc: 28. Sc4: Sc4: 29. Dc4: Da3: 30. Te6: Te7: 31. De6:- Kg7 Remis erzwingen. Der Textzug ist sehr gefährlich.

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    28. Sd2 x c4 d5Xc4 29. f4-f5! c4-c3 Nach e5 30. Dee Df6 31. d5 wäre der weiße Freibauer wert-voller als der schwarze. 30. De2-g4t • • • • Weiß schätzt die Stellung falsch ein, indem er annimmt, nach dem Damentausche mit den beiden Freibauern leicht gewinnen zu können. Mit dem einfachen Zuge 30. fe: hatte er gute Gewinnaus-sichten. 30  Dez g7Schwarz hat gegen den Tausch nichts einzuwenden. 31. Dg4Xg7f? Entscheidender Fehler. Mit 31. Dh5 konnte Weiß noch immer-auf Gewinn spielen. 31  Kg8xg7 32. f5Xe6 Kg7-f8 33. d4-d5 Kf8-e7 Schwarz kommt gerade noch rechtzeitig zur Verhütung von d6. Nun gehen die beiden weißen Freibauern für den Bc3 verloren. 34. Kf2-e3 Te8-c8 35. Ke3-d3 c3 c2 36. Kd3-d2 Oder 36. Tcl Tc5. 36.   Tc8-d8 37. Kd3 X c2 Td8Xd5 38. Tel - e4 Td5-h5 Zwingt den Bh2 nach h4, wo er dem eigenen Turme im Wege steht. 39. h2-h4 Th5-e5 40. Te4-g4 Ke7 x e6 41. Tg4-g7 Te5-a5 42. Kc2-b2 h7-h5 43. g3-g4 h5 x g4
    44. Tg7Xg4 Dieser Bauer leicht. 45. Tg4--g3 46. Tg3-g4 Aufgegeben,
    f6 f5 gewinnt nun
    f5-f4 f4 -f3 O. Z.
    3. 9. 25. Französisch. Westphal Dr. Dührssen 1. e2-e4 e7-e6
    2. d2-d4 3. Sbl c3 4. Lc1-g5 5. e4 e5 6. Lg5-e3 7. Sgl-e2 8. f2-f3 9. b2xc3
    d7-d5 Sg8-f6 Lf8-b4 h7-h6 Sf6-e4 c7-c5 Se4 x c3 c5Xd4
    10. c3xb4 • . Schwach. Es mußte 10. Ld4: oder Dd4; geschehen. Jetzt kommt Weiß nicht mehr zum Spiel. 10. . . d4xe3 11. c2-c3 Sb8-c6 12. f3-f4 g7-g5! Mit diesem scharfen Angriffs-zug hält Schwarz den errungenen Vorteil fest. 13. b4-b5 . • Erzwungen. 13  Sc6-e7 14. f4 x g5 Se7-g6! 15. g5xh6 • • • • Weiß hat jetzt g Bauernzüge hintereinander gemacht. 15.   Dd8-h4t 1 16. Se2-g3 • • . • Auf Kg3 folgt De4 17. Tgl Se5:. 16. . . Dh4-f4

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    17. Ddl-d4 • . • • 17. Dc2 nützt auch nichts, weil Weiß nach Se5: nicht lang ro-chieren könnte (wegen e2t). 17. . . . Df4-f2t 18. Kel-dl Th8 x h6 Droht Th4. 19. Sg3-e2 Th6-h4 20. g2-g4 Th4xh2! 21. Th1 Xh2 Df2xflt 22. Kdl-c2 Dflxa1
    Schwarz hat eine Figur ge-wonnen. Die Einsperrung der Dame kann Weiß nicht ausnutzen. Es folgte noch 23. Scl a6! 24. b6 Ld7 25. Te2 Tc8 26. Te3: Tc4 27. Dd2 La4t Aufgegeben. Auf 28. Dd3 folgt Dr. D.
    7. 9. 25. Philidors Verteidigung. Dr. Dührssen v. Hennig 1. e2-e4 e7-e5 Sgl-f3 d7-d6 3. d2 - d4 -f6 4. Lfl-d3 Lc8-g4 5. c2-c3 c7-c6 6. Sb1-d2 Lf8 - e7 7. h2-h3 Lg4 x f3 8. Ddl xf3 Sb8-d7 9. Sd2-c4 Dd8- c7 10. a2-a4 e5 x d4 Schwarz ergreift zu früh die Initiative. Das mit dem Textzug eingeleitete Durchbruchsmanöver ist verfehlt. 11. c3Xd4 d6-d5 ? Dies ist bereits der ertschei-dende Fehler. Schwarz verliert
    einen Bauern oder erhält eine schlechte Stellung. 12. Lcl-f4! d5Xe4 13. Ld3 x e4 Dc7- d8 13. . . Lb4t wäre auch nicht genügend, z. B. 14. Kf 1 Dd8 15. Ld6 Ld6: 16. Sd6:-1- Kf8 17. Sb7: Dc7 18. Sc5 und Weiß behaup-tet den Mehrbauern.
    14. Sc4-de 15. Lf4xd6 16. 0 -0 ! 17. Leo -f5! 18. Lf5xd7t
    Le7 x d6 Dd8-b6 0- 0-0 g7--g6
    • • •
    In Betracht kam 18. a5, z. B. 18. . . Db5! 19. Ld7:t Sd7: 20. Lh2 Sb8 21. Df7: (21. a6? Sa6:1). 18. . . .. Sf6xd7 19. Ld6-h2 Sd7-b8! Das Einzige! 20. a4-a51 • • In Verbindung mit dem fol-genden Zuge entscheidend. Auf 20. b4 würde einfach Db4: ge-schehen. 20. . .. . Db6Xd4 Hier konnte Schwarz mit 20. . . Db5 in die beim 18. Zuge aus-geführte Variante einlenken.
    21. a5-a6 22. Tal- a31
    b7 x a6
    • • •
    Dieser nicht ganz naheliegende Zug scheint die einzige Fort-setzung zu sein, die den Gewinn klarstellt. Der schwarze König kann nun nicht mehr über die b-Linie nach a8 entkommen. Auf 22. . Dd5 entscheidet 23. Tb3! 22. . .. . Td8-d7 23. Tfl-cl Th8 -e8

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    Auf 23. . . Db2: folgt 24. Tc6:t Kb7 25. Tc7t oder 24. . . Sch: 25. Dc6:t Kd8 26. Da8f oder 24. . . Kd8 25. Lb8: Db1 t 26. Kh2 Db8:1- 27. g3 und gewinnt. 24. Ta3—b3 • • •
    Auch sofort 24. Lb8: konnte geschehen. 24. . . . Tb8—b7 25. Lb2 x b8 Aufgegeben. Dr. D.
    t>OCE]
    Eine Erwiderung. Zu den Ausführungen des Bundesvorstandes in No. 20 der Deutschen Schachblätter werde ich mich in der Brandenburgischen Schachzeitung eingehend äußern. Vorweg bemerke ich folgendes: Der vorn Bundesvorstande mitgeteilte Briefwechsel läßt erkennen, daß nach dem Austritt des Brandenburgischen Schachverbandes aus dem Deutschen Schach-bunde auf beiden Seiten der Wunsch nach einer Verständigung fortbestand und daß die Wiedervereinigung bestimmt erfolgt wäre, wenn nicht im letzten Augen-blick die unverständliche Forderung nach meinem Rücktritt von einem Amte, zu dessen Annahme mich der Bundesvorsitzende selbst überredet hatte, die Verhand-lungen gestört hätte. Auch als später diese Forderung dahin ermäßigt wurde, daß ich in Berlin Vorsitzender bleiben dürfte, von jeder Mitwirkung in den An-gelegenheiten des Deutschen Schachbundes jedoch ausgeschaltet sein sollte, konnte sich der Brandenburgische Schachverband solchem Verlangen nach einer entwür-digenden Preisgabe seiner Selbstbestimmungsrechte nicht unterwerfen, Der Bundes-vorstand hat dem deutschen Schach einen sehr schlechten Dienst erwiesen, als er für den Wiederbeitritt des Brandenburgischen Schachverbandes zum Deutschen Schachbund Bedingungen aufstellte, deren Unerfüllbarkeit ihm bekannt sein mußte. Gegenüber der Behauptung, daß eine Einigkeit mit mir nur dann möglich sei, wenn meinen Anträgen entsprochen würde, und der Darstellung, als ob wäh-rend meiner Tätigkeit im Bundesvorstand ein schwerer Konflikt den anderen ge-jagt hätte, führe ich zwei Briefe im Wortlaut an, die unmittelbar nach meiner Amtsniederlegung, als die Herren sehr schlecht auf mich zu sprechen waren, zwei meiner früheren Vorstandskollegen an mich gerichtet haben. Der Herr Bundesvorsitzende selbst schreibt: „Wir bedauern aus Ihrem Geehrtem vom 6. ca. die Mitteilung zu ent-nehmen, daß Sie Ihr Amt als stellvertretender Vorsitzender unseres Bundes nieder-zulegen wünschen. Wir bedauern Ihre Entschließung sehr lebhaft, und besonders der Unterzeichnete wird Ihre Mitarbeit im Vorstand ungern vermissen Die ge-legentlichen Abweichungen in unseren Auffassungen haben sich stets bei einer persönlichen Rücksprache auf leichteste Weise vereinigen lassen, und es tut uns aufrichtig leid, auf ihren klugen Rat in Zukunft verzichten zu sollen." Und in dem Brief eines anderen noch heute tätigen Mitgliedes des Bundes-vorstandes heißt es: „Soeben .empfange ich Ihr geschätztes Schreiben von vorgestern, dessen Inhalt mich sehr überraschte. Ihren darin zum Ausdruck gebrachten Entschluß bedaure ich schmerzlich, um so mehr, als ich Sie im Vorstand des Deutschen

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    Schachbundes als einen überaus tätigen Kollegen schätzen gelernt, von dem eine Fülle der modernen Zeit entsprechenden Ideen und Anregungen ausgegangen sind und ich mich mit Ihren Bestrebungen nie im Gegensatz befunden habe." Damals hatten also diese Herren noch Achtung und Anerkennung für meine dem Deutschen Schachbunde geleistete Arbeit und es gehört ein unge-wöhnlicher Grad von Selbstverlqugnung dazu, sich jetzt über diese eigenen Zeug-nisse einfach hinwegzusetzen. Auch die übrigen Behauptungen sind zu einem guten Teil falsch oder doch tendenziös entstellt. Unrichtig ist es u. a., daß die Ablehnung des Spielaus-schusses den Grund für den Austritt des Brandenburgischen Schachverbandes ge-bildet habe. Ein Unterschied in den Auffassungen über Schachorganisation be-stand zwischen uns stets darin, daß wir eine aktive und unternehmende Leitung des Deutschen Schachbundes für erforderlich hielten, während der Bundesvorstand sich passiv verhalten, die Dinge an sich herantreten lassen wollte. Uns schien es nicht genügend, daß bei unserer Neuordnung von Satzungen und Turnier-ordnung ein schönes Programm zu Papier gebracht worden war, wir wollten alle diese Dinge, wie Pflege der internationalen Beziehungen und Veranstaltung von Länderkämpfen, Sicherung des Unkostenersatzes der Teilnehmer an den deutschen Turnieren, Förderung von internationalen Veranstaltungen in Deutsch-land in den kongreßlosen Jahren usw., auch ausgeführt wissen. Als der Bundes-vorstand erklärte, dafür keine Zeit zu haben, suchten wir ihm durch den Spiel-ausschuß Mitarbeiter zu verschaffen. Ueber diesen Spielausschuß ist viel törichtes Zeug gefaselt worden. Wer sich mal die Mühe macht, unseren damaligen Antrag durchzulesen, wird finden, daß er aus einem Mitgliede und zwei stärkeren Spielern bestehen und der Bundesvorsitzende gegen seine Beschlüsse ein absolutes Vetorecht haben sollte. Es handelt sich also um ein richtiges Hilfsorgan für den Vorstand, das bei seiner völligen Abhängigkeit von der Zustimmung des Vorsitzenden weder diesen noch den Landesverbänden oder dem Vorort irgendwelche Rechte rat' ben konnte. Wenn der Bundesvorstand es trotzdem wieder in ganz gleicher Weise, wie früher die jetzt für den Deutschen Schachbund so wichtigen Landesverbände als „Nebenregierung" bekämpfte, so geschah das wohl nur aus dem Gedanken heraus, daß der Spielauschuß wirklich etwas leisten und damit unbequeme Arbeit bringen könnte. Durch Ablehnung des Spielausschusses wurde es jedenfalls möglich, daß der Deutsche Schachbund in den 2 Jahren von Frankfurt bis Bres-lau nicht eine einzige Veranstaltung ausführte. Die Unzufriedenheit mit den Leistungen des Deutschen Schachbundes hätte jedoch den Brandenburgischen Schachverband kaum zu seinem Austritt veranlaßt, wenn nicht der Bundesvorsitzende selbst einen sehr schwerwiegenden Grund dafür geschaffen hätte. Der Brandenburgische Schachverband hatte für die Frankfurter Generalversammlung rechtzeitig einen Antrag eingebracht, der auch vom Bundesvorstand auf die Tagesordnung gesetzt worden war. Der Antrag war Herrn Robinow unbequem, er beschloß daher, die Antragsteller einfach mundtot zu machen. Ohne Verletzung der auch Brandenburg als Mitglied zustehenden Rechte ging das natürlich nicht. Als also der Antrag heran kam, erteilte der Bundesvorsitzende nicht, wie das bisher auch im Deutschen Schachbunde üblich war, dem Vertreter des Antragstellers das Wort zur Begründung, sondern nahm es selbst zu einer aufreizenden Erklärung. Er gab zwar zu, daß ihm eine „Ent-gleisung im Ausdiuck" unterlaufen sei und daß ich schon vor Monaten auf den Fehler hingewiesen hätte, daß also doch das Verlangen nach einer Richtigstellung berechtigt war und daß diese längst hätte erfolgen können, aber — Berlin hätte

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    eben den Mund zu halten und wenn über unseren Antrag gesprochen würde, werde er sein Amt als Bundesvorsitzender niederlegen. Die Folge dieser Drohung war eine regelrechte Obstruktion gegen Berlin mit Geschrei und Lärm und be-schimpfenden Zurufen. Und Herr Robinow, der als Leiter für die Ordnung in der Versammlung sorgen sollte, billigte ein solches Verhalten durch die nochmals verkündete Entscheidung, über den Antrag dürfe überhaupt nicht, auch nicht durch den Vertreter des Antragstellers, gesprochen werden. Damit war dem Branden-denburgischen Schachverbande eines der wichtigsten Rechte, die ihm als damaligen Landesverband nach den Satzungen zustanden, das Antragsrecht, geraubt. Berlin-Brandenburg hätte sich damit abgefunden, daß wegen der Untätigkeit des Bundesvorstandes seine Mitgliedschaft beim Deutschen Schachbunde ziem-lich zwecklos war, die Rolle eines rechtlosen Paria wollte es jedoch nicht spielen. Wie der Vorstand des Schachbundes auch sonst über unsere Rechte gedacht hat, zeigt er selbst in einem weiteren Vorwurf, den er der besseren Wirkung halber an den Schluß des Artikels in den Deutschen Schachblättern gestellt hat, nämlich den, daß Berlin es fertig gebracht hätte, bei der Neuwahl des Bundes-schatzmeisters einen eigenen Kandidaten, den Vorsitzenden des Thüringer Schach-bundes, in Vorschlag zu bringen, obwohl der Bundesvorstand die einstimmige Wiederwahl des bisherigen vorgesehen hatte. Als ich die Wirkung unseres dreisten Vorschlags auf den Vorstand bemerkte, habe ich ihn, um nicht eine neue Rücktritts-drohung des Bundesvorsitzen hervorzurufen, zurückgezogen. Aber was hat eine Wahl durch die Bundesmitglieder für einen Sinn, wenn diese nicht einmal den Mann ihres Vertrauens vorschlagen, geschweige denn ihn wählen dürfen ? Der Deutsche Sehachbund beschließe doch dann einfach für die Generalversammlungen: Wer anderer Ansicht als der Bundesvorsitzende ist, wird nicht zum Wort zuge-lassen und wer Stimmen führt, hat diese bei den Wahlen zum Vorstand für den ihm vom Vorsitzenden bezeichneten Kandidaten abzugeben. Dann wird sich der Verkehr so „reibungslos" vollziehen, wie es der Bundesvorstand in seinen Briefen an uns gefordert hat. Der Bundesvorstand bestimmt also, wer in Berlin Vorsitzender sein darf, er nimmt Berlin das Recht der Antragstellung und verlangt, daß Berlin sich eigener Vorschläge für die Wahlen zum Bundesvorstand enthalte. Aber eine Animosität gegen Berlin ist das alles nicht.
    Post.
    Bitte zu beachten! 1. Alle Beiträge außer Problemen, also auch Nachrichten, sind zu senden an 0. Zander, Charlottenburg 1, Kirchstr. 33-34. 2. Probleme an Rechtsanwalt Brennert, Berlin, Große Frank-furter Straße 3. 3. Bestellungen sind zu richten an den Schachverlag Bernhard Kagan, Berlin W 8, Behrenstr. 24. 4. Zahlungen sind zu leisten an das Postscheckkonto des Ver-lages Kagan, Berlin: Postscheckamt Berlin NW 7, No.39625.

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    Nachrichten. Brandenburgischer Schachverband. Wir haben noch immer keinen Brandenburgischen Meister, auch der 2. Stichkampf ist unentschieden geblieben. Dies Mal siegte Wächter gegen Dr. Dührssen, Dr. Dührssen gegen Schettler und Schettler gegen Wächter, also gerade umgekehrt wie im 1. Kampfe. Im dritten Stichkampfe siegte Wächter über Schettler und machte gegen Dr. Dührssen remis. Dr. Dührssen gewann gegen Schettler. Es ist also ein 4. (! !) Stichkampf zwischen Dr. Dührssen und Wächter aus-zutragen. Die Lichtenberger Schachgesellschaft ist mit 25 Mitgliedern dem Verbande beigetreten und dem Berliner Schachverbande eingegliedert worden. Am Sonntag, den 1. November, findet in Luckenwalde ein vom Verbande unterstützter Werbesonntag mit schachlichen Veranstaltungen aller Art statt. Die Teilnahme Berliner Spieler ist erwünscht. Nähere Auskunft durch die Geschäftsstelle. des Verbandes.
    Aus der Provinz. Lausitz. Herr Paul Koppe - Kottbus hat den Stichkampf gegen Müller-Spremberg mit 21/2: 11/2 gewonnen und hat dadurch den Titel: „Lausitzer Bundesmeister für 1925" errungen. Dem jungen Meister ein "Schach Heil!" und „Glück auf!". Das Forster Schachleben in der Winterspielzeit verspricht ein reges zu werden. Sie wurde am 21. September durch ein Blitzturnier eröffnet. 1. Klasse, 14 Teilnehmer: 1. Sallan 111/2; 2. Bergelsen 10; 3.-4. Bernh. Lehmann und Georg Müller 9. 2. Klasse, 9 Teilnehmer: 1. Bornkamm 8; 2. Gramenz 6; 3. Kochan 6. Das Winterprogramm sieht u. a. vor: Zwei Simultanspiele (Meister Post und Sämisch), drei Vorträge (Meister Schlage, Zander und Post). An jedem zweiten Donnerstag im Monat finden Be-ratungspartien, Blitz- und Lösungsturniere statt. Meister Schlage's Vor-trag am 28. September über „Lehrreiche Schlußspiele" verlief äußerst an-regend und löste freudig gezollten Beifall aus. In einem anschließenden Simultanspiel gegen 12 Bretter fertigte Meister Schlage seine Gegner mit +9, =3 ab. Ein gemütliches Beisammensein beschloß den Abend. Das am 5. Oktober beginnende Winterturnier sieht in der 1. Klasse, die durch die Geübteren der 2. Klasse verstärkt wurde,. 20, in der 2. Klasse 10 Teil-nehmer. Im Turnier um die Vereinsmeisterschaft des Lausitzer Bundes beteiligt sich der Verein in beiden Klassen. Ostmark. Der Ostmärkische Schachverband hielt am 19. und 20. Sept. seine 2. Tagung im Vereinslokal der Frankfurter Schachgesellschaft „Hotel Prinz von Preußen" ab. Die Herren Post und Westphal aus Berlin waren als Gäste erschienen und trugen dadurch, daß sie ihre

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    Kräfte und Erfahrungen bereitwilligst und freigebig zur Verfügung stellten, wesentlich zum Gelingen der verschiedenen schachlichen Veranstaltungen bei.
    Das Meisterschaftsturnier wurde in 4 Gruppen gespielt, deren Sieger Dr. Leisterer, Stentsch und Prusse, Freiberg, Börner, Frankfurt a. 0. waren. Verbandsmeister wurde Dr. Leisterer mit 21/2 vor Prusse mit 2 und Freiberg mit 11/2 Punkten. Prignitzer Schachverband. Im Vereinsmeisterturnier — Städtewett-kämpfe — siegte Schachvereinigung Wittenberge gegen Schachklub Perle-berg mit 6 : 4 Punkten, Schachklub Pritzwalk gegen Schachklub Wittstock mit 51/2 zu 41/2 Punkten. Die Endrunde zwischen Pritzwalk und Wittenberge wird am 15. November cr. in Perleberg ausgetragen werden. Am 1. Prignitzer Meisterschaftsturnier beteiligen sich 9 Spieler. Die erste Runde wird am 25. Okt. ca. in Wittenberge ausgetragen. Am 9. Sept. ca. gab Herr Nebermann-Berlin in Wittstock eine Simultanvorstellung (1- 9 2). Für den 28. Okt. ist die Veranstaltung eines Werbeabends, mit liebenswürdiger Unterstützung des Herrn Neber-mann, vorgesehen. Die Schachvereinigung Wittenberge veranstaltete am 10. Okt. cr. einen Gesellschaftsabend, der in allen Teilen einen guten Verlauf nahm. Aus dem reichhaltigen Programm verdient hervorgehoben zu werden; der von einem reizenden Schachfigürchen vorgetragene Prolog, die rhythmischen Tanzvorführungen und die Aufführung des Schwankes: „0, diese Schach-spieler", wobei die Lachmuskeln der Gäste in Bewegung gesetzt wurden. Die Stimmung hatte bei Beendigung der Kaffeetafel ihren Höhepunkt er-reicht, so daß die auswärtigen Schachfreunde über ihr vorzeitiges Ver-schwinden -- infolge der „guten" Zugverbindung — selbst nicht er-freut waren.
    Aus Berlin. Berliner Schachverband. Turnier um die Meisterschaft von Berlin. Zugelassen werden: die Deutschen, die Brandenburgischen und die Berliner Verbandsmeister sowie die 1. Sieger der Vorgruppen und, soweit Platz vorhanden ist, auch die nächstfolgenden. Höchstzahl der Teilnehmer 12-16. Zum Ausscheidungsturnier sind die anerkannt starken Spieler der dem Verbande angeschlossenen Vereine teilnahmeberechtigt. Die Meldungen sind nur durch die Vereine bis spätestens 11. November zur Geschäftsstelle des Verbandes, Berliner Schachgesellschaft, Kantstr. 8rn, schriftlich abzugeben. Bei Spielern, die noch niemals teilgenommen haben, sind die Erfolge, auf die sich die Meldung stützt, mit anzuführen. Ueber die Zulassung enücheidet der Verbandsvorstand. Im Ausscheidungsturnier werden Gruppen zu 8-10 Spielern gebildet. Gespielt wird bei einer Bedenkzeit von 40 Zügen für die beiden ersten,

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    je 20 für jede weitere Stunde an 2 Tagen in der Woche von 8-12 Uhr. Die Spieltage werden Montag und Donnerstag oder Freitag sein. Die Auslosung findet gelegentlich der Bußtagsveranstaltungen am 18. Nov. im Beamtenheim der A. E. 0., Charitstr. 3, statt. Spielbeginn am fol-genden Tage. Die erfolgreichen Spieler der Vorgruppen, die nicht zum Haupt-turnier übernommen werden können, werden zu einem 2. Turnier vereinigt. Die Sieger in der Meisterschaft von Berlin nehmen auf Kosten des Verbandes an dem im nächsten Jahre — wahrscheinlich in einem Ost-seebade — stattfindenden ersten Kongreß des Deutschen Schach-verbandes teil. Die allgemeinen Veranstaltungen. Das Blitzturnier des Verbandes am 19. September im Beamtenheim der A. E. 0. war ein guter Erfolg. Es stellten sich 64 Spieler zum Kampfe, worunter alle stärkeren Berliner Vereine vertreten waren. Gekämpft wurde in 2 Klassen zu je 32 Teil-nehmern. Um nicht 31 Runden spielen zu müssen, wurde folgendes System angewandt; die 32 Spieler jeder Klasse wurden in 4 gleichstarke Gruppen aufgeteilt, innerhalb jeder Gruppe die Teilnehmer nach der Spielstärke geordnet. An den 16 Brettern saßen sich in der ersten Runde gegenüber die Mannschaften der 1. und 3. Gruppe sowie die der 2. und 4. Gruppe, je mit dem stärksten Spieler beginnend. In der 2. Runde wurden die Farben an den Brettern gewechselt, eine Seite blieb auf ihren Plätzen sitzen, während auf der anderen Seite jeder einen Platz weiter rückte und so fort, bis nach 8 Runden jeder Teilnehmer auf jeder Seite mit einer etwa gleichstarken Gegnerschaft wie seine Konkurrenten ge-kämpft hatte. Danach wurden in 4 weiteren Runden die Spieler, die in ihrer Klasse gleiche bzw. ähnliche Punktzahlen erreicht hatten, mitein-ander gepaart. Auf diese Weise erhielten zum Schluß die erfolgreichsten Spieler die stärksten Konkurrenten zu Gegnern, während die minder-glücklichen im Kampfe mit schwächeren Teilnehmern Punkte aufholen konnten. Das Ergebnis des spannenden und bis zum Schluß offenen und interessanten Kampfes war in der ersten Klasse der Sieg des Herrn Wiegand mit 101/2 Punkten. Es folgten: 2 B. Koch 91/2 Punkte, 3.— 4. Pahl und Wächter 9, 5. Westphahl 81/2. In der 2. Klasse siegten die Herren: 1. Löbert 101/2, 2. 'Ziegert 10, 3.-7. Masuch, Pauzke, Peters, Schüler und Sickert. Das ganze Turnier, das .in tadelloser Ordnung durchgeführt wurde, nahm weniger als 3 Stunden in Anspruch. Sehr bewährte es sich, daß jedem Spieler zu Anfang des Turniers ein Zettel mit seiner Nummer zu-geteilt wurde; dadurch konnten die Ergebnisse der einzelnen Partien an die Spielleitung durch Vorlegung der Nummernzettel beider Partner mitgeteilt und dort ohne längeres Suchen nach den Namen schnell und leicht verbucht werden. Im Gegensatz zu diesem Blitzturnier fand das Tombolaturnier am 29. September in Treptow nur schwache Beteiligung. Es kamen insge-

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    samt 88 Partien zum Austrag. Die Lage des Spiellokals außerhalb der inneren Stadt und die deshalb erforderliche Bahnfahrt mag manchem Spieler nicht bequem genug erschienen sein. Für die Propaganda in den Außenbezirken kann aber auch mal ein Opfer gebracht werden, denn gerade den großen Vereinen fallen gewöhnlich die Spieler, die in den kleineren herangebildet wurden, nach Erlangung einer gewissen Spiel-stärke später als Mitglieder zu. Am Bußtag, den 18. November, finden die nächsten allgemeinen Veranstaltungen wiederum im Beamtenheim der A. E. 0. statt. In den Vereinswettkämpfen ist der Stand der letzten Runde in der 1. Klasse : Springer 131/2, Schachgesellschaft 11, Schachverein von 1876 91/2, Steglitz 8, Sportklub Charlottenburg 6 Punkte. Schallopp-Steglitz ist mit sämtlichen Kämpfen zu Ende, während in der letzten Runde noch Schachgesellschaft gegen Springer und Schachverein gegen Sportklub Charlottenburg zu kämpfen haben. In der 2. Klasse ist der Stand vor der Schlußrunde Schachverein von 1876 12 Punkte, Schachgesellschaft, Steinitz und Weißensee 11172, Neukölln 101/2, Springer 10, Rex-Albus 9, A. E. a und Tegel 71/2, Caissa 61/2, Spandau 6, Süd-West 41/2. Berliner Schachgesellschaft E. V., gegründet 1827. Die ordentliche Generalversatnnilung findet am Dienstag, den 10. November, 8 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Jahresbericht, 2. Kassenbericht, 3. Be-richt der Prüfungskommission, 4. Haushaltsvoranschlag, 5. Wahl des Vor-standes, 6. Wahl der Prüfungskommission. Besondere Einladungen er-gehen nicht. Der Uebungskursus, der wegen der Fülle der gegenwärtigen Ver-anstaltungen unterbrochen werden mußte, wird am Freitag, den 6. Nov., wieder aufgenommen. Der verabredete Radio-Wettkampf gegen Prag, dessen Ausführung auf erhebliche technische Schwierigkeiten gestoßen ist, wird im November zum Austrag kommen. Die Winterturniere beginnen Mitte November. Anmeldungen im Klubheim. Neuköllner Schachverein. Am 24. Sept. gab Meister W. Schlage eine Simultanvorstellung mit dem Ergebnisse + 9 — 1 (Mutschke) = 1 {Rolland). Friedenau. (Montag und Donnerstag im „Prinzen Handjery", Ecke Handjery- und Kirchstr.). Meister Schlage erzielte in seinem Simultan-spiele das Ergebnis + 17 —3 (Boetheld, Maritzki, Simonowitz). Herr Dr. Lewitt spielte gleichzeitig drei Beratungspartien, von denen er zwei verlor (gegen Dr. Samter + Frühbeis und gegen den Klubmeister Weber + Becker + Maritzki) und die dritte remis machte (Simonowitz ▪ Sommermeier. Schachklub Südwest. (Yorkstr. 80, Cafe Winkelmann). Die Klub-meisterschaft errang E. Nebermann mit 17 Punkten aus 18 Partien. Es folgten Dr. Ulrich (141/2), Fansten (131/2), Dr. Gruner (121/2), Scheu-mann (12), Dr. Koeppel (11).

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    Schachklub „Steinitz". Das Winterturnier soll in drei Klassen ge-spielt werden. Der •Meldeschluß ist am 29. Oktober. Am 15. Oktober wird eine Beratungspartie gespielt, in der die Meister Schlage und John die Gruppen führen. Am 29. Oktober wird ein großes Blitzturnier statt-finden. Spielabend ist an jedem Donnerstag im Cafe Specht, Große Frankfurter Str. 68. Gäste sind immer willkommen. Zu einem großen Erfolg des „Steinitz" wurde seine erstmalige Be-teiligung an den Mannschaftskämpfen um die Klubmeisterschaften des Berliner Schachverbandes in der 2. Klasse. Unter den erprobten Mann-schaften von zwölf Schachvereinen war die des „Steinitz" die einzige Mannschaft, die ungeschlagen blieb. 'Sie schlug nacheinander Schach-gesellschaft Spandau (4: 2), Springer-Tegel (31/2:21/2), Springer-Berlin (4 : 2) und Schachgesellschaft Weißensee (5 : 1) und erfocht den Sieg mit 161/2 Punkten. Da alle vier Wettkämpfe von der Stammmannschaft ohne die Einsetzung von Ersatzmännern durchgefochten wurde, ist es möglich, die Leistungen aller Teilnehmer zu bewerten. Es erzielten: Hornig 31/2, Manheimer 3, Warner 4, Goldschmidt 2, Tonke und B. Schulz 3 Punkte. Springer, Tegel In der Generalversammlung am 25. Sept. hob der 1. Vorsitzende Gödel die Erfolge des Vereins gegen die benachbarten Klubs hervor. Die Vorstandswahl ergab: 1. Vors. Gödel, 2. Vors. Schwengber, Schriftführer Johanns und Zastrow, Kassierer Muggelberg und Frl. Neubauer, Schachwart Neumann und Wenzel. Im Winterturnier das in 3 Klassen gespielt wird, hat Herr Seeger den Winterpreis zum 3 Male zu verteidigen. Spielabende: Mittwoch und Freitag im Vereinshause, Hauptstr. 6. Gäste willkommen. Schöneberg. (Montag und Freitag, Restaurant „Am Park", Koburger-str. 9). Das Rückspiel Schöneberg—Steglitz wurde am 9. Oktober aus-getragen und von Steglitz mit 12 : 4 gewonnen. Das Winterturnier beginnt am 16. Oktober. Gäste an den Vereins-abenden willkommen. Schachklub Oberspree. Den 2. Teil des Wettkampfes mit der Tempelhofer Schachgesellschaft gewannen diese mit 6 : 3. Da der 1. Teil mit 41/2: 11/2 zu unseren Gunsten endete, blieb der Kampf mit 71/2: 71/2 unentschieden. Der Klub hat in letzter Zeit zwei weitere Wettkämpfe ausgefochten. Am 25. September unterlag er im Rückspiel gegen Eich-walde mit 41/2: 51/2, (im ersten Spiel am 8. Juni gewann er mit 4 : 2) und am 2. Oktober gewann er gegen Karlshorst mit 51/2: 11/2.
    Briefkasten. Dortmund. (K. R.) Sie haben recht, die Stellung Burk—Rehbaum (lieft 9, S. 237) ist durch 1. . . Te4Xe3 sofOrt zu entscheiden, da der Turm nicht ge-nommen werden darf. Für die herzlichen Worte, die Sie für unseren Verband fanden, danke ich Ihnen. Können Sie für unsere Zeitung nicht in D. wirken? Freundl. Gruß! 0. Z.

  • 2. Umschlagseite

    VORANZEIGE. Lehrbuch des Schachspiels.
    Von Dr. Emanuel Lasker.
    Anfang nächsten Jahres erscheint das Werk im Umfange von ca. 15 bis 17 Druckbogen. Der Preis wird voraussichtlich 8 bis 10 Mk. betragen. Bestellungen werden bereits dankend entgegengenommen.
    Das entfesselte Schach.,
    Von Dr. S. G. Tartakower. Eine eigenartige Neuerscheinung auf d m Schach- Büchermarkt. Spannend und aktuell! In kurzer Zeit erscheint das Debrecziner Kongreß- buch, das durch die ganz neuartige Glossierungsgrund-lage einen Wendepunkt in der Geschichte der Turnier Bücher bedeuten dürfte. Ein unsystematisches LehrBuch der Mittelspielstrategie zugleich Sammlung und Erläuterung der im Geza Niaröczy-Jubiläumsturnier zu Debreczin 1925 gespielten Meister-partien. Vorzügliche Ausstattung! Viele Bilder und Karri-katur\en! Das entfelsselte Schach von Dr. Tartakower. Debrecziner Kongreßbuch erscheint im Dezember. Nachdem ich die ausgedruckten Bogen eines bedeutenden Teils des Buches gelesen habe, kann ich ein Urteil abgeben.
    Es ist in der Tat ein ausgezeichnetes Werk, welches den Beifall aller Schachspieler finden wird. Dem Verfasser ist es tatsächlich gelungen dem KongreDbuch den Charakter eines Lehrbuches zu verleihen. Das Werk darf in keiner Schach-bibliothek fehlen. Preis 6 Mark.
    B. KAGAN

  • Rückseite

    Eine hervorragende Neuerscheinung

    Die gesamte Fachpresse hat das erste Heft günstig besprochen.
    Mein System

    Ein Lehrbuch des Schachspiels von A. Nirnzowitsch. Umfang ca. 20 Bogen. — Preis 12,— M. Das Werk erscheint in Lieferungen. Der Umfang einer jeden Lieferung ist ca. 4 Bogen. Einzelne Hefte werden nicht geliefert. In Aussicht genommen sind 5 Lieferungen. Der Subskriptionspreis beträgt bei Vorauszahlung des  Betrages nur 9)— ark. Heft 1 erschien am 5 September 1925 und enthält: 1. Das Zentrum. 2. Die offene Linie. 3. Die siebente und achte Reihe. 4. Positionsbeispiele.
    Das Werk wird, wie wir bestimmt annehmen, das erste wirkliche Lehrbuch darstellen, unentbehrlich für jeden, der das Spiel erlernen will und von größtem Wert auch für die stärksten Amateure. Nimzowitsch's hurnorverklärter Stil bürgt dafür, daß der Stoff nie in trockener Weise behandelt werden wird, denn Nirnzowitsch ist nie ermüdend, sondern vielmehr stets interessant.
    Schachverlag B Kagan.