26. September 1904

Am 26. September hielt der allgemeine Berliner Schachbund im Königsstadt-Kasino seine Generalversammlung ab. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 392. In den Vorstand wurden gewählt: R. Steinweg (Berliner Schachgesellschaft), Vorsitzender; Th. Bretschneider (Schachklub "Turm") erster Schriftführer; J. Reichenheim (Schachklub "Nord") erster Schatzmeister; A. Menzel (Rixdorf), Schachwart.

April 1905

Der Allgemeine Schachbund, welcher die "Berliner Schachgesellschaft", den "Berliner Schachverein", Schachklub "Springer", Schachklub "Turm", Schachklub "Anderssen", Schachklub "Berlin-Nord", Schachklub "Walbrodt" und "Rixdorfer Schachverein" umfaßt, hält auch in diesem Jahre ein Turnier ab, das am 29. April beginnt. Das Turnier ist für sämtliche Bundesmitglieder offen und wird diesmal, um auch schwächeren Spielern Gelegenheit zur Teilnahme und Aussicht auf Erfolg zu geben, in vier Klassen von höchstens 12 Teilnehmern gespielt; bei Mehranmeldungen werden weitere Abteilungen gebildet. Gespielt wird Dienstag und Sonnabend abends im Königstadt-Kasino, Alexanderstraße 21 (am Stadtbahnhof Jannowitzbrücke).

28. September 1905

Der "Allgemeine Schachbund" hielt am 28. September im Lokal des Berliner Schachvereins seine Mitgliederversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete Herr W. Pape. Der Bund zählt gegenwärtig 396 Mitglieder, welche sich wie folgt verteilen: 1 Gönner (J. Bierbach), Schachgesellschaft 131, "Springer" 113, "Turm" 45, Schachverein 36, "Anderssen" 24, "Walbrodt" 18, "Nord" 15, Rixdorfer Schachverein 13. In den Bundesvorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender W. Pape, 2. Vorsitzender F.W. Leonhardt, 3. Vorsitzender F. Bretschneider, 1. Schriftführer Professor Simon, 2. Schriftführer H. Friedrich, 1. Schachwart Dr. Böhmer, 2. Schachwart A. Wagner. Als Schatzmeister fungieren wie bisher weiter J. Reichenheim und H. Ranneforth.

Für den Winter ist ein Turnier für erstklassige Spieler mit Gesamtpreisen von 600 M in Aussicht genommen. Das Turnierkomitee besteht aus den Herren W. Pape, F.W. Leonhardt, Dr. M. Lewitt, H. Spieß und Professor Simon.

Juni 1922

Die Berliner Schachgesellschaft, die mit den meisten europäischen Ländern bereits wieder in lebhaftem Schachverkehr steht und in nächster Zeit noch mehrere Kämpfe gegen ausländische Mannschaften auszutragen hat, hat jetzt auch die transatlantischen Beziehungen wieder aufgenommen. In Verhandlungen zwischen José Perez Mendoza, dem Ehrenpräsidenten des Argentinischen Schachklubs und E. Post, dem Vorsitzenden der Berliner Schachgesellschaft, bei denen Dr. Emanuel Lasker eifrig mitwirkte, ist für einen Sonntag im Oktober ein telegraphischer Schachwettkampf Berlin - Buenos Aires vereinbart worden.
Zu Ehren des 80. Geburtstages des ältesten Ehrenmitgliedes des Vereins findet gegenwärtig unter dem Namen "Georg Behrend-Turnier" ein Zweirundenkampf zwischen John, Plönnigs, Post, Schlage und Zander statt.
Ahues, der Sieger der Klubmeisterschaft für 1922, hat gegen Dr. Dührssen, den zweiten des Turniers, einen Wettkampf von 6 Partien mit 4 Siegen und 2 Remisen überlegen gewonnen.

4. März 1906

Leipzig. Die Schachgesellschaft "Augustea" hat sich entschlossen, den Wettkampf mit der Berliner Schachgesellschaft telephonisch auszufechten. Der Wettkampf wird am 4. März vor sich gehen.

1. Mai 1906

Heute spielte J. Mieses in der Berliner Schachgesellschaft 6 Simultanpartien gegen starke Gegner mit dem Resultate, daß er 4 gewann und 2 verlor.

17. August 1906

In der Berliner Schachgesellschaft gestaltete sich der Sommerverkehr heuer sehr rege. Heute spielte Meister G. Salwe 26 Partien simultan gegen zum Teil sehr starke Spieler und gewann in 4 Stunden 23 (!) Partien, während er nur 3 verlor.

2. Oktober 1906

Die Berliner Schachgesellschaft hat heute ihre Wintersaison mit einem Tombolaturnier, welches rege Beteiligung fand, begonnen. Ein telegraphischer Korrespondenzwettkampf mit dem Rigaer Schachverein ist im Gange.