Juli 1905

Das vom allgemeinen Berliner Schachbunde veranstaltete Sommerturnier hatte folgendes Resultat. In der ersten Klasse teilten E. Cohn und E. Post mit je 8½ Gewinnzählern (von 11 zu spielenden Partien) den I. und II. Preis, den III. Preis gewann O. Schewe (8 Gewinnzähler), den IV. Preis K. Nyholm (8). Den Preisträgern folgen zunächst Th. Prusse und Lampert (je 6), O. Wegemund (5½) und E. Schermenske (5). O. Wegemund erhielt den Spezialpreis für das beste Resultat gegen die Preisträger.

In der zweiten Klasse gewann den I. Preis W. Bergmann mit 9 Gewinnzählern (von 11 zu spielenden Partien), den II. Preis gewann Dunje (8), den III. Preis Fürst (7½), den IV. Preis teilten Tschoppe und K. Simon (je 7).

In der dritten Klasse gewann den I. Preis Ruhnau (9 Gewinnzähler), den II. Preis Koppenheim (8½), den III. und IV. Preis teilten Johannes und Gostinsky.
In der vierten Klasse gewann den I. Preis Chr. Siebert (12 Gewinnzähler), den II. Preis E. Wiegand (10), den III. Preis Müller (9), den IV. und V. Preis teilten Schunke und Weise.

30. Dezember 1905

Der Schachklub "Springer" hielt am 30. Dezember seine Generalversammlung ab und wählte in den Vorstand: W. Pape, l. Vors.; O. Schewe, 2. Vors.; M. Liesener und E. Ensel, Schriftführer; A. Freund und E. Franke, Kassierer; M. Franke, Bibliothekar; Chr. Siebert und M. Koppenheim, Schachwarte. Aus dem Jahresberichte ist zu ersehen, daß der Schachklub "Springer" zu den größten Vereinen Deutschlands zählt, hatte er doch mit Jahresschluß die stattliche Zahl von 161 Mitgliedern aufzuweisen. Im vergangenen Jahre richtete der Klub wieder eine Schachschule ein, die beim Publikum großen Anklang fand. Der Höchstbesuch des Unterrichts betrug 145, der Durchschnittsbesuch über 100 Personen. Infolgedessen beginnt im August 1. J. wieder ein unentgeltlicher Unterricht, zu dem jedermann eingeladen ist.