Juli 1905

Das vom allgemeinen Berliner Schachbunde veranstaltete Sommerturnier hatte folgendes Resultat. In der ersten Klasse teilten E. Cohn und E. Post mit je 8½ Gewinnzählern (von 11 zu spielenden Partien) den I. und II. Preis, den III. Preis gewann O. Schewe (8 Gewinnzähler), den IV. Preis K. Nyholm (8). Den Preisträgern folgen zunächst Th. Prusse und Lampert (je 6), O. Wegemund (5½) und E. Schermenske (5). O. Wegemund erhielt den Spezialpreis für das beste Resultat gegen die Preisträger.

In der zweiten Klasse gewann den I. Preis W. Bergmann mit 9 Gewinnzählern (von 11 zu spielenden Partien), den II. Preis gewann Dunje (8), den III. Preis Fürst (7½), den IV. Preis teilten Tschoppe und K. Simon (je 7).

In der dritten Klasse gewann den I. Preis Ruhnau (9 Gewinnzähler), den II. Preis Koppenheim (8½), den III. und IV. Preis teilten Johannes und Gostinsky.
In der vierten Klasse gewann den I. Preis Chr. Siebert (12 Gewinnzähler), den II. Preis E. Wiegand (10), den III. Preis Müller (9), den IV. und V. Preis teilten Schunke und Weise.

14. November 1905

An dem vom Allgemeinen Berliner Schachbunde veranstalteten Meisterschaftsturniere, welches heute begann, nehmen teil: A. Bauer, H. Caro, E. Cohn, H. Friedrich, B. Gregory, W. Haertel, Hartenheim, W. Kunze, Lampert, W. Metzke, E. Post, O. Schewe, Wagner, O. Wegemund und Wendt.

Juni 1922

Die Berliner Schachgesellschaft, die mit den meisten europäischen Ländern bereits wieder in lebhaftem Schachverkehr steht und in nächster Zeit noch mehrere Kämpfe gegen ausländische Mannschaften auszutragen hat, hat jetzt auch die transatlantischen Beziehungen wieder aufgenommen. In Verhandlungen zwischen José Perez Mendoza, dem Ehrenpräsidenten des Argentinischen Schachklubs und E. Post, dem Vorsitzenden der Berliner Schachgesellschaft, bei denen Dr. Emanuel Lasker eifrig mitwirkte, ist für einen Sonntag im Oktober ein telegraphischer Schachwettkampf Berlin - Buenos Aires vereinbart worden.
Zu Ehren des 80. Geburtstages des ältesten Ehrenmitgliedes des Vereins findet gegenwärtig unter dem Namen "Georg Behrend-Turnier" ein Zweirundenkampf zwischen John, Plönnigs, Post, Schlage und Zander statt.
Ahues, der Sieger der Klubmeisterschaft für 1922, hat gegen Dr. Dührssen, den zweiten des Turniers, einen Wettkampf von 6 Partien mit 4 Siegen und 2 Remisen überlegen gewonnen.

Mai/Juni 1925

Ein Vierstädte-Wettkampf Berlin-Budapest-Prag-Wien unter dem Protektorate des Wiener Vizebürgermeisters G. Emmerling wurde in der Zeit vom 31. Mai bis 2. Juni vom Österreichischen Schachverband in Wien durchgeführt und endete mit einem Siege der Wiener Mannschaft. Den zweiten Platz erstritt Prag, den dritten Budapest, während Berlin sich mit dem vierten Platze begnügen mußte. Einzelergebnisse: Wien-Budapest 2:2 (bereits Ostern 10:10), Prag-Budapest 2½:l½, Wien-Berlin 2½:l½, Budapest-Berlin 4:0, Wien-Prag 2½:1½;, Prag-Berlin 2½:l½. Beteiligt waren für Berlin: Post, Zander, Dr. Dührssen und Steneberg, für Budapest: v. Balla, Vajda, Havasi und Endre Steiner, für Prag: Hromadka, Prokes, Dr. Skalicka und Schulz, für Wien; Prof.Becker, E. König, S. R. Wolf und Dr. Gruber.

November 1906

Der Wettkampf zwischen E. Cohn und E. Post ist unentschieden geblieben. Schlußstand 4:4, 1 Remis.