Aus der Chronik von 1970

Schachvereinigung Wilmersdorf e.V.

Juni 1922

Das Winterturnier, das auch diesmal wieder mit sehr hübschen Ehrenpreisen ausgestattet war und eine gute Besetzung aufwies, brachte als ersten Sieger in der Mittwochgruppe der ersten Klasse Krotoschin. In der Sonnabendgruppe der ersten Klasse blieb Baurat Hoffmann erster Preisträger. Die beiden zweiten Preise holten sich der talentierte, nur noch etwas zu unruhige Heuäcker sowie Buchhorn, der wesentliche Fortschritte aufzuweisen hat. Die beiden dritten Sieger, Kleinfeld und Schildberg, hatten einiges Pech. Die Sieger der zweiten Klasse sind: 1. Langner, 2. Dr. Meister, 3.,4. u. 5. Koch, Ufer und Koffka, 6. Oberstlt. Cretius. In der dritten Klasse errang Stadler nach heißen Stichkämpfen den ersten Preis. Es folgen Dittmann als zweiter, Wittwer als dritter und Blanchard als vierter Preisträger. Die Schlußfeier verlief sehr anregend. Nach verschiedenen Ansprachen begann das mit 34 hübschen Ehrenpreisen ausgestattete Tombolaturnier, an dem sich 34 Spieler beteiligten. Keiner ging leer aus. Herr Buchhorn stiftete für den Verein 1000,-- Mark.

Im Turnier um die Klubmeisterschaft 1922, zu dem nur die in den letzten Turnieren erfolgreichsten Spieler zugelassen wurden, errang Baurat Hoffmann wiederum den ersten Preis mit 5½ Punkten (keine Verlustpartie) vor Hartwig (4½), Kleinfeld und Horn (3), Walter (2), Krotoschin und Schildberg je 1½ Punkten. Heuäcker trat vom Turniere zurück. Baurat Hoffmann, der auch sonst seit Jahren zu den erfolgreichen Kämpfern im Berliner Schach zählt, wird den Verein, die Zustimmung des Brandenburgischen Schachverbandes vorausgesetzt, im Hauptturnier des Deutschen Schachbundes in Bad Oeynhausen vertreten.

Die Schachvereinigung Wilmersdorf (mit eigenem, gemieteten Klubraum, ohne Trink- und Verkehrzwang, Spielabende jeden Mittwoch und Sonnabend, Monatsbeitrag 6,50 M.) nimmt zurzeit wieder eine beschränkte Zahl von Mitgliedern auf. Vorherige Gastbesuche erforderlich. Spiellokal Rest.Hohenzollernplatz, Fasanenstr.52. Beste Fahrverbindungen.

Quelle

Deutsche Schachblätter Nr. 7, 15. Juli 1922, S. 112

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